Der Nachtrag zur Vorlesung am 21.12.05
DIE INTERPRETATION VON NACHTRICHTEN
Interpretation-von-Nachrichten (doc, 19 KB)

Der Versuch: Einschränkung der taktilen Wahrnehmung
Verwendetes Material:
- ein Paar Bauhandschuhe (neu!)
- drei Personen (♀+♂+♂)
- ein Dozent
- ein Zollstock
- eine Glühbirne
- ein Schwamm
- eine CD
- eine Wäscheklammer
- eine Feder
- ein Schraubenschlüssel (9er)
- mehrere anschließend zerbröselte Zigaretten
- ein Fotoapparat
Vorgehensweise:
Die Personen zusammen vor die Tür geschickt und nacheinander wieder herein geholt. Die Bauhandschuhe werden angezogen, der Blick in die entgegengesetzte Richtung des Dozenten gerichtet, die Hände auf den Rücken gelegt.
Nacheinander werden einige der oben genannten Materialien (nicht die Personen und der Dozent) mit den „verpackten“ Händen befühlt und wenn möglich erraten.
Es gibt keine Bestrafung für falsche Antworten!
Mein persönliches Feedback:
Eine der Versuchspersonen war ich. Es hat viel Spaß gemacht den visuellen Sinn (ich sprechen von den Äuglein) auszuschalten und sich nur auf die Hände zu verlassen (das Taktile).
Sehr interessant daran finde ich, dass man die Welt in dem Moment mit „anderen Augen“ sieht, bzw. von einer ungewohnten Perspektive aus. Man bemerkt auf einmal ganz andere Kleinigkeiten an den Gegenständen...
... man hört Zollstöcke und Federn
... man bemerkt die Ähnlichkeit von Zigarette und Papilotten (so etwas wie Lockenwickler)
... man stellt fest, dass Glühbirnen ein charakteristisches Gewinde und Schraubenschlüssel eine typische Form haben
In einem Workshop habe ich mich schon einmal das Thema „blind sein“ beschäftigt. Wir konnten uns jeder eine Betreuungsperson aussuchen und sind anschließend einen halben Tag lang mit Augenbinde herum gelaufen – inklusive einer Mahlzeit und „Navigation“ mit Blindenstock.
Man merkt sehr schnell wie ausgeliefert man anderen Menschen ist, wenn man keine große Übung damit hat. Um sich wohl fühlen zu können ist es sehr wichtig, dass man den Menschen in seiner Umgebung vertrauen kann.
Anmerkungen --- Randnotizen:- Es gibt Kinder, die taktil eingeschränkt wahrnehmen. (Möglich ist also, dass sie andere Lernwege benötigen, als Kinder, denen diese Einschränkung fehlt.)
- Man sollte sich nie „blind“ auf die visuelle Wahrnehmung verlassen!
Beispiele für Sinnestäuschungen sind „das unmögliche Dreieck“, der Wasserfall von Escher, u.a.
Interpretation-von-Nachrichten (doc, 19 KB)

Der Versuch: Einschränkung der taktilen Wahrnehmung
Verwendetes Material:
- ein Paar Bauhandschuhe (neu!)
- drei Personen (♀+♂+♂)
- ein Dozent
- ein Zollstock
- eine Glühbirne
- ein Schwamm
- eine CD
- eine Wäscheklammer
- eine Feder
- ein Schraubenschlüssel (9er)
- mehrere anschließend zerbröselte Zigaretten
- ein Fotoapparat
Vorgehensweise:
Die Personen zusammen vor die Tür geschickt und nacheinander wieder herein geholt. Die Bauhandschuhe werden angezogen, der Blick in die entgegengesetzte Richtung des Dozenten gerichtet, die Hände auf den Rücken gelegt.
Nacheinander werden einige der oben genannten Materialien (nicht die Personen und der Dozent) mit den „verpackten“ Händen befühlt und wenn möglich erraten.
Es gibt keine Bestrafung für falsche Antworten!
Mein persönliches Feedback:
Eine der Versuchspersonen war ich. Es hat viel Spaß gemacht den visuellen Sinn (ich sprechen von den Äuglein) auszuschalten und sich nur auf die Hände zu verlassen (das Taktile).
Sehr interessant daran finde ich, dass man die Welt in dem Moment mit „anderen Augen“ sieht, bzw. von einer ungewohnten Perspektive aus. Man bemerkt auf einmal ganz andere Kleinigkeiten an den Gegenständen...
... man hört Zollstöcke und Federn
... man bemerkt die Ähnlichkeit von Zigarette und Papilotten (so etwas wie Lockenwickler)
... man stellt fest, dass Glühbirnen ein charakteristisches Gewinde und Schraubenschlüssel eine typische Form haben
In einem Workshop habe ich mich schon einmal das Thema „blind sein“ beschäftigt. Wir konnten uns jeder eine Betreuungsperson aussuchen und sind anschließend einen halben Tag lang mit Augenbinde herum gelaufen – inklusive einer Mahlzeit und „Navigation“ mit Blindenstock.
Man merkt sehr schnell wie ausgeliefert man anderen Menschen ist, wenn man keine große Übung damit hat. Um sich wohl fühlen zu können ist es sehr wichtig, dass man den Menschen in seiner Umgebung vertrauen kann.
Anmerkungen --- Randnotizen:- Es gibt Kinder, die taktil eingeschränkt wahrnehmen. (Möglich ist also, dass sie andere Lernwege benötigen, als Kinder, denen diese Einschränkung fehlt.)
- Man sollte sich nie „blind“ auf die visuelle Wahrnehmung verlassen!
Beispiele für Sinnestäuschungen sind „das unmögliche Dreieck“, der Wasserfall von Escher, u.a.
Ccow - Do, 29. Dez, 11:30
AndreasW - Di, 3. Jan, 17:42
Frohes Neues Jahr
den Versuch sich blind in einer vertrauten Umgebung zu bewegen hab ich auch schon gewagt.
Es ist allerdings schon lange her.
Da ich mit meinen Urgroßeltern unter einem Dach gelebt habe ,
konnte ich mitbekommen wie geschickt sich meine Uroma trotz Sehbehinderung durch die Wohnung bewegt hat.(Ich war wohl 13 oder 14 Jahre alt )
Das hat mich damals dazu angeregt mich auch mit geschlossenen Augen durch die Räume zu bewegen . . .
Es war immer sehr aufregend und spannend zu erfahren wie andere Sinne mehr Gewicht bekommen haben.Abgesehen von den Urgroßeltern haben mich natürlich auch gewisse Asiaschnitzel mit blinden Samurai zu derlei Übungen animiert :)) lg Andreas
Es ist allerdings schon lange her.
Da ich mit meinen Urgroßeltern unter einem Dach gelebt habe ,
konnte ich mitbekommen wie geschickt sich meine Uroma trotz Sehbehinderung durch die Wohnung bewegt hat.(Ich war wohl 13 oder 14 Jahre alt )
Das hat mich damals dazu angeregt mich auch mit geschlossenen Augen durch die Räume zu bewegen . . .
Es war immer sehr aufregend und spannend zu erfahren wie andere Sinne mehr Gewicht bekommen haben.Abgesehen von den Urgroßeltern haben mich natürlich auch gewisse Asiaschnitzel mit blinden Samurai zu derlei Übungen animiert :)) lg Andreas
Jule-online - Mi, 4. Jan, 11:12
Und ist es nicht faszinierend, wei der Mensch reagiert, wenn seine Sinne eingeschränkt sind - wie beispielsweise ein blinder Mensch verstärkt auf andere Sinne zurückgreift...?!
By the way: Uli, check out my weblog - habe eine gaaaanz lange Auswertung meines Fragebogens... eigentlich zu lang, um sie zu lesen...=)
By the way: Uli, check out my weblog - habe eine gaaaanz lange Auswertung meines Fragebogens... eigentlich zu lang, um sie zu lesen...=)
Interessant
Übrigens, ich sehe, du liest Hectors Reise und mich würd' interessieren, wie es dir mit dieser Lektüre ergeht.
Liebe Grüße, Rosenherz
Augen auf/ Augen zu
Es ist jedoch toll sich in Menschen hinein zu versetzen, die einen Sinn nicht benutzen können und so vielleicht ein bißchen besser zu verstehen, mit welchen Hindernissen sie leben müssen (wie schenkt man sich blind ein Glas Saft ein, oder isst Salat?).
Zu Hector...hört sich etwas so an, als wärst Du eher weniger begeistert von dem Buch...?! Ich habe diese teilweise märchenhafte Geschichte gern gelesen. Das sprachliche Niveau ist eher niedrig angesetzt, dafür regt es zum Nachdenken an und ist gut verständlich.
Guten Rutsch und viele Grüße.